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Bildungsveranstaltung 2020

«Wa(h)re Flüchtlinge» Eine kritische Auseinandersetzung mit der aktuellen Migrationspolitik.

Samstag, den 27. Juni 2020
(ab 10.00 h Kaffee) 11.00 – 17.00 h

Bitte Anmelden bis 3. Juni 2019!

-> Anmeldeformular

Kosten:
Fr. 30.– inkl. Mittagessen

Referentin und Referenten:
Christophe Roulin von der FHNW, Andrea Schweizer von Freiplatzaktionund Moritz Wyder von Map-F

Anreise:
ÖV mit Luftseilbahn Adliswil-Felsenegg.
Für Anreise mit Auto: Parkplatz Buchenegg.
Die Fusswege (je ca. 25 Min.) sind ausgeschildert.
Zufahrt zum Mösli nur mit Ausnahmebewilligung.

Wir bieten einen Treffpunkt am Hauptbahnhof an, um gemeinsam ins Mösli zu gelangen. Nähere Infos folgen nach der Anmeldung.

bei Fragen: Barbara Hobi 044 201 08 77


Wir werden uns an der diesjährigen Bildungsveranstaltung anhand konkreter Themenbereiche mit der aktuellen Migrationspolitik in der Schweiz beschäftigen und dabei die Spannungen beleuchten, die sich zwischen der realen Situation von Flüchtlingen und der Gefahr ergeben, die betroffenen Menschen zur Ware zu machen:

Arbeitsvermittlung für Stereotype

Der Sozialwissenschaftler Christophe Roulin von der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW beschäftigt sich im Rahmen seiner Lehr- und Forschungstätigkeiten mit den Themen Fluchtmigration, Sozialhilfe und Sozialpolitik. In seinem Referat beleuchtet er die Rolle von Sozialdiensten, was die Flexibilisierung von Ansprüchen und Zukunftsaussichten von Zugezogenen betrifft. Im Sinne von aktivierender Sozialpolitik werden diejenigen, deren Lebensgrundlage unsicher ist, aus nächster Nähe überwacht. Dies kann einhergehen mit einer Enteignung des bisherig Erreichten und somit dem Ausblenden von Ressourcen, Wünschen und Bedürfnissen der Sozialhilfebeziehenden. Im Referat wird die These der paradoxen Wirkung von Arbeitsintegrationsprogrammen diskutiert: Die angestrebte positive Wirkung ist nur um den Preis der Verdinglichung und Enteignung der Lebensgeschichten zu haben.

Rechtsarbeit unter den Bedingungen des neuen Asylverfahrens

Die Soziarbeiterin Andrea Schweizer ist Vorstandsmitglied in der Freiplatzaktion Zürich,
die sich seit 35 Jahren für die Wahrnehmung
und Durchsetzung der Rechte von Asylsuchenden und migrierten Menschen einsetzt.Nebst der professionellen und staatlich unabhängigen Rechtsberatung ist die politisch-aktivistische Arbeit zentraler Bestandteil des Vereins. Sie beschreibt in ihrem Referat aktivistische Rechtsarbeit der Freiplatzaktion und diskutiert, welche Bedeutung und Folgen das neu strukturierte Asylverfahren für die betroffenen Menschen hat.

Arbeit um jeden Preis

Die schweizerische Asyl- und Ausländerpolitik regelt, wer in der Schweiz bleiben darf und wer nicht. Wirtschaftliche Interessen spielen dabei
eine wachsende Rolle. AusländerInnen, die gemäss ihren Rechten Sozialleistungen beziehen, haben mit zunehmend harten Konsequenzen zu rechnen. Aber auch der Anspruch auf Unterstützung wird für viele Personengruppen eingeschränkt. Diese Entwicklungen zeigen sich beispielhaft bei vorläufig aufgenommenen AusländerInnen im Kanton Zürich. In den vergangenen Jahren waren sie mit teils drastischen Kürzungen konfrontiert. Moritz Wyder von map-f (Monitoring- und Anlaufstelle für vorläufig aufgenommene Personen) diskutiert in seinem Referat, inwiefern viele betroffene Personen anstelle einer selbstbestimmten Lebensgestaltung und Teilhabe an der Gesellschaft in den prekärsten Teil des Arbeitsmarktes gedrängt werden.

Organisation:
Freundeskreis Mösli, Stiftung Kinderfreundeheim Mösli, ProRoteFalken

Bildungsveranstaltung 2019

Globale soziale Ungleichheit und die Rolle der Schweiz

Samstag, den 22. Juni 2019
(ab 10.00 h Kaffee) 11.00 – 17.30 h

Bitte Anmelden bis 3. Juni 2019!

Kosten:
Fr. 30.– inkl. Mittagessen

Anreise:
ÖV mit Luftseilbahn Adliswil-Felsenegg.
Für Anreise mit Auto: Parkplatz Buchenegg.
Die Fusswege (je ca. 25 Min.) sind ausgeschildert.
Zufahrt zum Mösli nur mit Ausnahmebewilligung.

Wir bieten einen Treffpunkt am Hauptbahnhof an, um gemeinsam ins Mösli zu gelangen. Nähere Infos folgen nach der Anmeldung.

bei Fragen: Barbara Hobi 044 201 08 77


Für eine Demokratie wie der Schweiz müsste es eine Selbstverständlichkeit sein, sich für Gleichheit und Gerechtigkeit für die Bürgerinnen und Bürger einzusetzen. Dass diese Umsetzung aber auch hier nicht flächendeckend gelingt, zeigt sich im Umgang mit Minderheiten und besonders deutlich bei der Unterscheidung zwischen BürgerInnen und BewohnerInnen der Schweiz. Deshalb waren verschiedene Aspekte von Ungerechtigkeit und Benachteiligungen in der Schweiz wiederholt Thema an unseren Bildungstagen.

Aber wie sieht es gegen aussen aus? Setzt sich die Schweiz für eine gerechtere Welt ein? Zwar hebt die offizielle Schweiz gegen innen und aussen gerne ihre sprachliche Vielfalt und Integrationserfolge im Land hervor, ebenso ihre diplomatischen Vermittler-Dienste bei internationalen Konflikten. Aber gleichzeitig spielt sie eine überaus aktive Rolle in der Bewirtschaftung der globalen sozialen Ungleichheit. So hat sie jahrzehntelang Potentatengelder angezogen und tut das immer noch. Auch der schmutzige Edelmetallhandel, an dem Schweizer Firmen beteiligt sind, zeigt seit Jahrzehnten immer wieder neue Facetten. Einflussreiche Kreise möchten weiterhin Waffen in Spannungsgebiete verkaufen, neuerdings sogar in Bürgerkriegsländer. Vor diesem Hintergrund erstaunt es wenig, dass die Lobby gegen die  Konzernverantwortungsinitiative im Ständerat jüngst erfolgreich war. Die janusköpfige Aussenpolitik der Schweiz verweist vordergründig auf ihre humanitäre Tradition, stellt dann aber wirtschaftlich ganz andere Weichen. Diese Beispiele verweisen darauf, dass die Schweiz eine Politik verfolgt, der es nicht um eine gerechte Welt geht. Das zeigt auch der Globalisierungsreport 2018  der Bertelsmann Stiftung: Die kleine Schweiz wird darin als „Globalisierungsweltmeister“ bezeichnet, weil sie mehr als alle anderen Länder von der Globalisierung profitiert. Wie kann das sein? Was läuft alles hinter unserem Rücken auf dem Buckel anderer?

Wir möchten genauer anschauen, in welchem Ausmass und durch welche Vorgehensweisen die Schweiz zur globalen sozialen Ungleichheit beiträgt. Unter folgenden Gesichtspunkten werden wir das Thema beleuchten:

Referate und ReferentInnen

Entwicklungsland Schweiz?
Der Philosoph und Historiker Dominik Gross arbeitet als Experte für internationale Finanzfragen bei der NGO Alliance Sud. Er beschäftigt sich mit Fragen rund um internationale Steuergerechtigkeit und vertritt seine Organisation in der Global Alliance for Tax Justice (GATJ). In seinem Referat zeigt er auf, wie die Schweiz an ihrer Rolle als Steueroase festhält und damit die UNO-Entwicklungsziele für nachhaltige Entwicklung unterläuft.

Dominik Gross von Alliance Sud wird in seinem Referat diskutieren, wie die Schweizer Steuerpolitik trotz Weissgeld-Strategie noch immer zur Verschleierung illegitimer Finanzflüsse beiträgt. Er hat in seinen Analysen aufgezeigt, dass die Schweiz international eine massgebende Rolle spielt, indem anderen Ländern aufgrund der schweizerischen Steuerpolitik hohe Steuereinnahmen verloren gehen.

Handel mit Agrarprodukten: Konsequenzen zunehmender Marktmacht
Das milde Steuerklima ist einer der Gründe für die brisante Rolle, welche die Schweiz im internationalen Rohstoffgeschäft spielt. Unser Land ist nicht nur eine bedeutende Drehscheibe für den globalen Öl Handel, sondern auch für Agrarrohstoffe. Thomas Braunschweig von Public Eye (ehemals Erklärung von Bern) ist Mitautor des Buches „Rohstoff. Das gefährlichste Geschäft der Schweiz“. In seinem Referat gibt er Antworten auf folgende Fragen: Wie ist der Agrarhandel aufgebaut und welche Auswirkungen hat der immer konzentriertere Handel auf der Produktions- und Konsumseite? Welche Gefahren gehen vom möglichen Machtmissbrauch durch multinationale Konzerne aus und worin besteht die Rolle – und Verantwortung – der Schweiz als globale Handelsdrehscheibe?

Arbeitsformen in der Landwirtschaft
Im letzten Teil der Tagung möchten wir uns unter der Anleitung von Johanna Herrigel, Wirtschaftsgeographin der Universität Zürich, und anhand des Beispiels Landwirtschaft mit der Vielfalt von Arbeitsformen und -bedingungen, im Globalen Süden und im Globalen Norden, auseinandersetzen. Hauptsächlich in Form eines Workshops beschäftigen wir uns mit der Koexistenz vielfältiger Arbeitsformen, und der Frage, welche davon wir im Alltag vermehrt fördern möchten, um bessere Arbeitsbedingungen und somit soziale Gleichheit insgesamt zu stärken.

Organisation:
Freundeskreis Mösli, Stiftung Kinderfreundeheim Mösli, ProRoteFalken

Anmeldung: Film im Mösli 2020

Samstag, 7. November 2020: mit Richard Dindo

Der Filmtag ist leider ABGESAGT!

Am 7.11. ist der Filmtag im Mösli mit Richard Dindo. Es werden zwei politische Filme in Anwesenheit des Zürcher Dokumentarfilmers gezeigt, der auch als anwaltschaftlicher Filmer bezeichnet wird. 

Bekannte Filme von Dindo sind u.a.

Schweizer im spanischen Bürgerkrieg (1973)
Die Erschiessung des Landesverräters Ernst S. (1975)
Dani, Michi, Renato & Max (1987)
Grüningers Fall (1997)
Verhör & Tod in Winterthur (2002)

Lass Dich überraschen.

Kosten: Fr. 30.- für Verpflegung
Anmelden bis 15. Oktober
11 bis 18 Uhr ab 10.30 Kaffee
Wir freuen uns auf Dich!

    Ihr Name (Pflichtfeld)

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    Kommentar / Frage

    Bildungsveranstaltung 2018

    Soziale Ungleichheit und Demokratie

    Samstag, den 9. Juni 2018
    (ab 10.00 h Kaffee) 11.00 – 17.00 h

    Bitte Anmelden bis 31. Mai 2018!

    Anmeldeformular: Die Bildungsveranstaltung ist ausgebucht

    Anreise:
    ÖV mit Luftseilbahn Adliswil-Felsenegg.
    Für Anreise mit Auto: Parkplatz Buchenegg.
    Die Fusswege (je ca. 25 Min.) sind ausgeschildert.
    Zufahrt zum Mösli nur mit Ausnahmebewilligung.

    bei Fragen: Barbara Hobi 044 201 08 77


    Die Gleichheit aller Bürgerinnen und Bürger ist ein Grundprinzip jeder Demokratie, das kein Land – auch die Schweiz nicht- erfüllt. Die Schweiz hat sich in den letzten 150 Jahren von einem armen Auswanderungsland zu einem der reichsten Länder entwickelt. Doch dieser Reichtum ist sehr ungleich verteilt: 1% der Bevölkerung besitzt mehr Vermögen als die restlichen 99%. Damit hält die Schweiz einen Rekord, was die Ungleichverteilung der Vermögen betrifft.

    Auch die Lohnschere öffnet sich weiter. Das Verhältnis zwischen dem höchsten und dem tiefsten ausbezahlten Lohn in einem Unternehmen beträgt gemäss UNIA im Jahr 2017 1:165.2016 war es noch 1:150. Die exorbitanten Managerlöhne sind weiter gestiegen, während 145‘000 Erwerbstätige unter der Armutsgrenze leben müssen. Insgesamt waren 2015 in der reichen Schweiz 570’000 Menschen armutsbetroffen, das sind 7% der Wohnbevölkerung und 40‘000 Menschen mehr als im Vorjahr, darunter rund 50‘000 Kinder und Jugendliche.

    Demokratie zielt darauf ab, bestmöglichst alle Menschen in den gemeinsamen Willens- und Entscheidungsbildungsprozess zu integrieren. Die politischen Beteiligungsformen müssen kontinuierlich daran gemessen werden, inwiefern sie Ausschluss von Menschen produzieren oder auf eine grösstmögliche Beteiligung an Entscheidungsprozessen hinwirken. Eine funktionierende Demokratie basiert auf der Annahme, dass mündige Bürgerinnen und Bürger sich ihren selbst gegebenen Gesetzen und Vereinbarungen selbstbestimmt unterwerfen.

    Mit der zunehmenden sozialen Ungleichheit geht eine systematische Benachteiligung ganzer Bevölkerungsgruppen einher. Gleichzeitig wird der Druck auf diese Menschen durch Umverteilungsmassnahmen zusätzlich erhöht, wie das an den Sparmassnahmen bei den Ärmsten in der Sozialhilfe zu beobachten ist. Zwar könnte mit Steuern die Ungleichheit geschmälert werden, doch das Gegenteil passiert. Während bei den Sozialausgaben immer wieder der Rotstift angesetzt wird, werden die Superreichen immer reicher. Wie ist es möglich, dass Vorstösse zur Verkleinerung der Vermögens- oder Einkommensunterschiede regelmässig an der Urne scheitern? Gegen die Interessen von Finanzdienstleistern, Industrie, Gewerbe und Bauernverband haben die Gewerkschaften in berufspolitischen Verhandlungen kaum eine Chance. Die grosse soziale Ungleichheit ist in der Schweiz weniger sichtbar, doch die Segregation wächst rasch. Auch das Bankgeheimnis und die Steuerintransparenz verbergen die grossen Unterschiede. Anders als in den anderen europäischen Ländern muss in der Schweiz die Finanzierung der Parteien und ihrer Kampagnen nicht offengelegt werden. Kapitalstarke Interessengruppen können massgeblichen Einfluss auf politische Entscheidungsprozesse nehmen, ohne dass dies sichtbar ist. Wie kann eine Demokratie unter diesen Bedingungen ihrem Namen noch gerecht werden?

    An der diesjährigen Tagung wollen wir Fragen rund um soziale Ungleichheit und Demokratie nachgehen. Uns interessiert, welche Auswirkungen eine zunehmende soziale Ungleichheit und individuelle Benachteiligung auf die Entwicklung der Demokratie hat. Demokratie ist ein andauernder und nie vollendeter Prozess, da die gemeinsamen Belange des Zusammenlebens fortwährend zu klären sind.Die damit verbundenen Rechte müssen gleichsam bewahrt oder erneut erkämpft werden.

    Die drei folgenden Referenten werden die Thematik aus ihrer jeweiligen Perspektive spezifisch beleuchten:

    Ueli Mäder – Soziale Ungleichheit und (Gegen-)Macht
    Seit Ende der 80er-Jahre nehmen soziale Ungleichheiten in der Schweiz bei den Vermögen und teilweise auch bei den freien verfügbaren Einkommen zu. Dahinter verbergen sich finanzgetriebene Interessen. Sie setzen sich vermehrt durch und verschärfen die soziale Brisanz. Angeblich wegen der Globalisierung. Aber die wirtschaftliche Macht von hiesigen Mächtigen, politische Haltungen und die Ökonomisierung der Lebenswelt spielen entscheidend mit. Und wir? Wir diskutieren miteinander die Analyse von Ueli Mäder und alternative, weiterführende Ansätze. Zu den Schwerpunkten des emeritierten Professors für Soziologie zählen soziale Ungleichheit und Konfliktforschung. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Fragen zu Armut, Reichtum und Macht.

    Kurt Wyss – Soziale Ungleichheit und Unfähigkeit zur Demokratie: wie beides von fast allen befördert wird
    Mit seiner Analyse der sozialstaatlichen Entwicklung von Welfare zu Workfare hat der Soziologe Kurt Wyss einen essentiellen Beitrag zum Verständnis der gesellschaftlichen Entwicklung der letzten 30 Jahre geleistet. Seine Untersuchung ermöglicht eine Verortung der politischen Positionen von Neoliberalismus, Neokonservatismus und New Labour. Er wird in seinem Vortrag die These vertreten, dass die drei Neo-Strömungen Ideologien vertreten, die gemeinsam sowohl die ständig anwachsende soziale Ungleichheit als auch die ständig anwachsende Unfähigkeit zur Demokratie befördern. Als zentral sieht er hierbei die zum Ganzen erklärten und immer regressiver ausgelegten Begriffe von Arbeit (neoliberal), Gemeinschaft (neokonservativ) und Bildung (New Labour) an.

    Andreas Gross –Soziale Ungleichheit als Bedrohung für die Demokratie
    Als ein ausgewiesener Kenner der direkten Demokratie beobachtet Andreas Gross die politischen Entwicklungen in der Schweiz, in Europa und der Welt im Hinblick auf Demokratisierungs- und Entdemokratisierungstendenzen. In seinem «Atelier für direkte Demokratie» analysiert der Politikwissenschaftler demokratische Errungenschaften. Er wird in seinem Referat darstellen, ob und allenfalls inwiefern diese erkämpften Rechte vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Veränderungen in Gefahr stehen.

    Organisation:
    Freundeskreis Mösli, Stiftung Kinderfreundeheim Mösli, Pro Rote Falken, Rote Falken

    Möslifest 2019

    Am 8. September 2019

    11.30-15.30 Uhr

    Gemeinsam im Mösli verweilen, Essen und Natur geniessen, Baden im Pool, aktiv sein mit den Falken, in Erinnerungen schwelgen oder Zukunftspläne schmieden. Wir freuen uns auf einen gemütlichen Nachmittag mit Freundinnen und Freunden im Mösli

    Auto: Achtung, keine Zufahrt zum Haus mit dem Auto. In dringenden Fällen bei uns melden für einen Abholdienst. Parkmöglichkeiten beim Restaurant Buchenegg

    Ort: Hier ein Link mit der genauen Lage des Hauses mit Möglichkeit zu Routenplanung: https://goo.gl/maps/gCyoD6RUabR2

    Einweihungsfest 2017

    Am 9. September 2017

    Das grosse Einweihungsfest nach der Renovation des Mösli vom Winter 16/17.

    Das Mösli hat die dringend notwendige Renovation erhalten. Um das Haus im neuen Glanz zu feiern, organisieren wir ein grosses Einweihungsfest.

     

    Auto: Achtung, keine Zufahrt zum Haus mit dem Auto. In dringenden Fällen bei uns melden für einen Abholdienst. Parkmöglichkeiten beim Restaurant Buchenegg

    Ort: Hier ein Link mit der genauen Lage des Hauses mit Möglichkeit zu Routenplanung: https://goo.gl/maps/gCyoD6RUabR2

     

    Programm

    ab 13 Uhr:

    Festbeginn mit gemütlichem Zusammensitzen bei Kaffe und Kuchen

    Am Nachmittag: Möslicache, Musik, Führungen durch das sanierte Haus

    ab 18 Uhr:

    Znacht

    Für musikalische Unterhaltung wird die Band Serum sorgen, dazu wird es Kleinkunst mit Jürg Eigenmann geben!

    Facebook-Veranstaltung

    Bildungsveranstaltung 2017

    Familien im Kontext staatlicher Interventionen
    – zwischen Ermächtigung und Entmachtung

    Samstag, den 10. Juni 2018
    (ab 10.00 h Kaffee) 11.00 – 17.00 h

    Bitte Anmelden bis 31. Mai 2017!

    Anmeldeformular: hier klicken

    Anreise:
    ÖV mit Luftseilbahn Adliswil-Felsenegg.
    Bus 235 ab Zürich Wiedikon/Triemli bis Gamlikon.
    Für Anreise mit Auto: Parkplatz Buchenegg.
    Die Fusswege (je ca. 25 Min.) sind ausgeschildert.
    Zufahrt zum Mösli nur mit Ausnahmebewilligung.


    Das Thema „Familien im Kontext staatlicher Interventionen – zwischen Ermächtigung und Entmachtung“ sorgt immer wieder für Schlagzeilen und Diskussionen. An unserer Tagung vom 10. Juni 2017 werden drei empirische Studien vorgestellt, die – mit jeweils unterschiedlicher Perspektive – sozialstaatliche Interventionen in Familiensystemen untersuchten und dabei das Handeln der Jugendhilfe genauer analysiert haben. Mit welchen Zuschreibungen und Normierungspraktiken fanden zu Beginn des 20. Jahrhunderts Eingriffe staatlicher Behörden in Familien statt? Welche Bilder „guter“ oder „schlechter“ Elternschaft existieren heute in der professionellen Praxis der Jugendhilfe? Wer wird hier wie adressiert und erhält dadurch welche Verhandlungsposition? Welche Lebensgeschichten und -erfahrungen stecken hinter den ‚Fällen‘ der Jugendhilfe? Wo gelingen Unterstützungsprozesse und Ermächtigungen von Eltern sowie ihren Kindern und wo führen sozialstaatliche Interventionen zu Entmachtung oder Stigmatisierung?
    Die Ergebnisse der Studien zeigen historisch und aktuell u.a. auf, wie (soziale) Eltern und Kinder durch das Hilfesystem der Sozialen Arbeit/Sozialpädagogik jeweils adressiert werden. Entlang der Vorträge kann gemeinsam über Normativitäten im Kinderschutz und Bedingungen gelingender sozialstaatlicher Interventionen in diesem Feld diskutiert werden.
    Getreu dem Motto von August Bebel: „Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten.“ starten wir mit einem Blick in die Vergangenheit.

    Urs Hardegger – historische Perspektive
    Vormundschaftsakten sind Akten behördlicher Ordnungs- und Verwaltungstechnik. Sie ordnen und deuten die Wahrnehmung und legitimieren das behördliche Handeln.
    Dieser Quellenkorpus hat der Erziehungswissenschafter Urs Hardegger ausgewertet, um die Zeit- und Lebensumstände einer Unterschichtsfamilie zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu rekonstruieren.
    Über tausend Dokumente – entstanden innerhalb von 22 Jahren – sind über die Familie De Agostini angefertigt worden. Sie werfen ein Schlaglicht auf die Nöte und Sorgen der Familie über drei Generationen hinweg, An diesem Beispiel lässt sich exemplarisch zeigen, wie sich Wahrnehmungen zu Stigmatisierungen verfestigen und in welch ambivalentem Verhältnis staatliche Wohlfahrt und bevormundende Eingriffe zueinander stehen.

    Marion Pomey – Entscheidungspraxis bei Fremdunterbringung
    Die Sozialpädagogin und Sozialwissenschafterin analysierte im Feld sozialpädagogischer Krisenintervention, wie Prozesse der Fremdunterbringung von Kindern vonstatten gehen und was dabei wie entscheidungsrelevant wird. In diesem Bereich professioneller Intervention, Kindesschutz und Inobhutnahme von Kindern verweist die Studie auf verschiedene Vulnerabilitätskonstellation und untersucht dabei wer im Hilfeverlauf welche Verhandlungsposition(en) erfährt. Anhand von zwölf rekonstruierten Hilfeverläufen wird es möglich eine Typologie von Fremdunterbringungsprozessen zu erstellen, die deutlich macht, wie und aufgrund von was Familien Ermächtigung und Entmachtung erfahren und inwiefern dies mit einem Ideal ‚familialisierter Kindheit’ zusammenhängt.

    Ute Zillig – Biographieforschung
    Die Soziologin und Sozialpädagogin untersuchte die biografischen Verläufe von Frauen, die schon in früher Kindheit sexualisierte, körperliche und andere Gewalt erleben mussten und sich als erwachsene Frau und Mutter in traumatherapeutischer Behandlung befinden. Insbesondere analysierte sie die Bedeutung von staatlichen Leistungssystemen der Jugendhilfe und des Gesundheitssystems. Wie sind soziale Isolation und Hoffnungslosigkeit bei den gewaltbetroffenen Müttern entstanden? Wo wurden in den Biografien Ermächtigungsprozesse und Selbstverstehen ermöglicht?

    Organisation:
    Freundeskreis Mösli, Stiftung Kinderfreundeheim Mösli, Pro Rote Falken, Rote Falken

    Rückblick Möslifest 2016

    Möslifest 2016

    Am 10. September 2016

    Flyer vorneDas grosse Spendenmöslifest im 85. Jahr des Mösli!

    Diesen Herbst soll das Mösli die dringend notwendige Renovation erhalten. Die Spenden- und Fundraising Kampagne läuft schon länger und ist erfolgreich und es fehlt nicht mehr viel. Um im Schlussspurt bis zum Start des Umbaus das letzte nötige Geld aufzutreiben, veranstalten wir ein tolles Fest im Mösli!

    Auto: Achtung, keine Zufahrt zum Haus mit dem Auto. In dringenden Fällen bei uns melden für einen Abholdienst. Parkmöglichkeiten beim Restaurant Buchenegg

    Ort: Hier ein Link mit der genauen Lage des Hauses mit Möglichkeit zu Routenplanung: https://goo.gl/maps/gCyoD6RUabR2

    Siebdruck: Wer Lust hat soll doch ein T-Shirt oder eine andere Textilie mitbringen, um sich am Siebdruckstand das schöne Mösli-Sujet aufdrucken zu lassen

    Spenden: Bringt euer Spendenportemonnaie mit, damit der Umbau danach definitiv gesichert ist! (Bar und EC-Zahlung möglich)

    Programm

    14 Uhr: Start Fest

    14-18 Uhr: Nachmittagsprogramm mit:

    • Möslibuttons machen
    • Siebdruck
    • Schminkstand
    • Bar
    • Kaffee und Kuchen
    • Spiele an Land und Wasser mit den Roten Falken
    • Musik
    • Hausführungen

    15 Uhr: Vortrag von Urs Roth Sohn des Architekten des Mösli (Emil Roth)

    17 Uhr: Konzert von Niels van der Waerden

    18 Uhr: Beginn Gala-Dinner 3-Gang Menu

    20.30 Uhr: Feuershow mit musikalischer Untermalung

    21 Uhr: Konzert von Marius

    23 Uhr Festende (Letzter Bus ab Gamlikon: 23.49)

     

    Facebook-Veranstaltung

    Bildungsveranstaltung 2016

    Islam who? Von, über und mit welchem Islam sprechen wir?

    Der Islam in der Schweiz: Schlaglichter statt Schlagworte

    Samstag, den 18. Juni 2016
    (ab 10.00 h Kaffee) 11.00 – 17.00 h

    Bitte Anmelden bis 10. Juni 2016!

    Anmeldeformular: hier klicken

    Anreise:
    ÖV mit Luftseilbahn Adliswil-Felsenegg.
    Bus 235 ab Zürich Wiedikon/Triemli bis Gamlikon.
    Für Anreise mit Auto: Parkplatz Buchenegg.
    Die Fusswege (je ca. 25 Min.) sind ausgeschildert.
    Zufahrt zum Mösli nur mit Ausnahmebewilligung.


    Viele aktuelle Debatten sind heute voll von Schlagworten rund um ‚den Islam’ in der Schweiz: religiös begründete Radikalisierung, politischer Islam, Islamischer Staat, muslimische Zugewanderte. Gleichzeitig erlebt die Islam-feindlichkeit eine immer stärkere Präsenz und Verfestigung in der medialen Öffentlichkeit. Für eine sozialpädagogisch-reflektierte Praxis und Theorie können diese Schlagworte nicht nur Schlagworte bleiben. An der Bildungstagung sollen deshalb auf das grosse Themenfeld „Islam in der Schweiz“ verschiedene Schlaglichter geworfen und diskutiert werden. Dabei geht es um eine fundierte Diskussion einiger der vielen Facetten, unter denen heute ‚der Islam’ in der Schweiz zum Thema gemacht wird. Es geht somit u.a. um Fragen wie: Welche Konstrukte liegen hinter der Alltagsdebatte? Wie sieht jihadistische Radikalisierung in der Schweiz heute wirklich aus, wie kann ein inter- und innerreligiöse Dialog aussehen, und wo und wie wird eine religions-feindliche Perspektive konstruiert und gefestigt? Zur Debatte steht, wie wir mit religiös funda-mentalistischen Haltungen im Kontext von Pluralität und Rechtstaat umgehen sollen. Wie kann mit dem Spannungsfeld zwischen Eintreten gegen Islamophobie und Fremdenfeindlichkeit auf der einen Seite, und einer grundsätzlich kritischen Haltung gegenüber Religionen auf der anderen Seite, umgegangen werden? Anhand von drei Inputvorträgen soll die Bildungsveranstaltung Anlass geben, sich mit ein paar Facetten der Thematik vertieft und aktuell auseinanderzusetzen und eine kritische aber reflektierte Haltung gegenüber und mit Religionen zu schärfen. Wir möchten damit einen Beitrag zur  Sensibilisierung der komplexen Thematik leisten.

    ReferentInnen

    Patrik Ettinger ist stellvertretender Präsident des Forschungsinstituts Öffentlichkeit und Gesellschaft foeg der Universität Zürich. In seinem Referat richtet er den Blick auf die Qualität der öffentlichen Auseinandersetzung über den Islam in der Schweiz und fokussiert dabei auf das Spannungsfeld zwischen (legitimer) Kritik und abwertender Pauschalisierung und versucht auf diese Weise „Islamo-phobie“ zu fassen.

    Miryam Eser Davolio ist Dozentin und wissen-schaftliche Mitarbeiterin an der ZHAW Soziale Arbeit. Sie hat sich als Rechtsextremismusforscherin einen Namen gemacht. Ihr Forschungsinteresse umfasst auch Jugend-delinquenz, Jugendgewalt sowie Migration und Integration. Unter ihrer Leitung hat ein interdisziplinäres Team letzes Jahr die Hintergründe jihadistischer Radikalisierung in der Schweiz untersucht. Diese explorative Studie gibt einen Überblick und eine Orientierungshilfe in dieser komplexen und vielschichtigen Thematik, zudem werden Handlungs-optionen aufgezeigt.

    Lilo Roost Vischer ist Koordinatorin für Religionsfragen bei der Fachstelle Diversität und Integration des Kantons Basel-Stadt. Die promovierte Ethologin und Religions-wissenschaftlerin ist Leiterin des ‚Runden Tisches der Religionen beider Basel’. Sie arbeitet zu Schwerpunkten angewandter Ethnologie, sozialer und religiöser Hetero-genität, Inter- und Transkulturalität, Migration, Westafrika und dem Islam in der Schweiz. Als Dozentin ist sie u.a in der Ko-Leitung des Moduls „Religion und Konflikt“ (MAS Friedens- und Konfliktforschung; Universität Basel) tätig und referiert im Rahmen eines Fachseminars „Heraus-forderung (radikalisierter) Islam“ (Soziale Arbeit, HS Luzern).

    Organisation:
    Freundeskreis Mösli, Stiftung Kinderfreundeheim Mösli, Pro Rote Falken, Rote Falken
    Adrienne Angehrn, Barbara Hobi, Basil Dietlicher, Martin Uebelhart