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Bildungsveranstaltung 2015

Von helfenden Richtern, strafenden Psychiatern und der medialen Öffentlichkeit

Samstag, den 13. Juni 2015
(ab 10.00 h Kaffee) 11.00 – 17.30 h

Bitte Anmelden!

Anmeldeformular: hier klicken

Anreise:
ÖV mit Luftseilbahn Adliswil-Felsenegg.
Bus 235 ab Zürich Wiedikon/Triemli bis Gamlikon.
Für Anreise mit Auto: Parkplatz Buchenegg.
Die Fusswege (je ca. 25 Min.) sind ausgeschildert.
Zufahrt zum Mösli nur mit Ausnahmebewilligung.

PDF Ausschreibung im Mösliblatt


Was bedeutet es für eine Gesellschaft im Allgemeinen und für eine Demokratie im Besonderen, wenn bei der Festsetzung von Strafen immer häufiger nicht das Strafrecht entscheidend ist, sondern ein psychiatrisches Gutachten über die Massnahme bestimmt? Unweigerlich stellt sich die Frage, ob Richter Angst vor den Folgen ihrer Urteile haben und sich deshalb absichern und sich ein Stück weit der Verantwortung entziehen, um nicht selber im Fokus der Öffentlichkeit zu stehen? Diese Angst ist nicht unberechtigt. Einerseits wurde letztes Jahr eine Initiative zur «Haftung für Rückfälle von Sexual- und Gewaltstraftätern» lanciert, andererseits mussten im Kanton Zürich in jüngster Vergangenheit nach medialen Skandalisierungen aufgrund von Drohungen ein Jugendanwalt und in einem anderen Fall eine KESB unter Polizeischutz gestellt werden. Schnell geht es nicht mehr um juristische, psychiatrische oder sozialpädagogische Überlegungen, sondern während Wochen oder gar Monaten bestimmen unreflektierte Anschuldigungen die Gefühlslage der Bevölkerung und wirken sich dadurch hemmend, hinderlich oder gar kontraproduktiv auf die professionelle Arbeit von Justiz, Behörden und Politik aus. Dabei wären eine kritische Auseinandersetzung über Strafen und sozialpädagogische Massnahmen durchaus Themen, die einer aufgeklärten Bevölkerung gut anstehen würden. Wir möchten das mit unseren Referenten tun:

Die erfolgreichsten Massnahmen im Rahmen des Jugendstrafrechts

Hansueli Gürber stellt das Schweizer Jugendstrafrecht vor und beschreibt die erfolgreichsten jugendstrafrechtlichen Massnahmen. Er hat vielfältige Erfahrungen als Jurist. Nach dem Studium arbeitete er als Aufseher, dann als Rechtsberater für Häftlinge im Gefängnis in Regensdorf. Er amtete als Richter, als Staatsanwalt war er während der Platzspitzzeit auf Drogendelikte spezialisiert. Bevor er leitender Jugendanwalt der Stadt Zürich wurde, leitete er die Jugendanwaltschaft Horgen. Zudem war er dreizehn Jahre lang Pressesprecher.

Richter oder Psychiater: Wer entscheidet über die Zukunft von Straftätern?

Mario Gmür, selber erfahrener Gerichtsgutachter, erläutert seine Kritik an der heutigen Psychiatrie im Allgemeinen und an der forensische Psychiatrie, insbesondere der Rückfall- und Gefährlichkeitsprognose im Besonderen. Er hat eine eigene Praxis als Psychiater, Psychotherapeut und Psychoanalytiker. Zu Platzspitzzeiten war er Oberarzt des sozialpsychiatrischen Dienstes der Stadt Zürich, zudem war er Privatdozent für Psychiatrie an der Universität Zürich. Er publizierte mehrere Sachbücher darunter eine Medienkritik mit dem Titel „Der öffentliche Mensch. Medienstars und Medienopfer“, in dem er das „Medienopfersyndrom“ erläutert und eine klarere Trennung von Öffentlichkeit und Privatheit propagiert.

Welche Auswirkungen hat die zunehmende Medialisierung auf Verantwortungsträger

In einem dritten Teil bitten wir beide Referenten aus ihren je unterschiedlichen Professionen über die Auswirkungen, welche die zunehmende Medialisierung auf Verantwortungsträger hat, zu debattieren? Wir freuen uns auf ein interessiertes Publikum, anregende Referate und gehaltvolle Diskussionen

 

Tagungsleitung:
Barbara Hobi, lic phil I, Supervisorin,
Vizepräsidentin Stiftung Kinderfreundeheim Mösli
Vorstand Freundeskreis Mösli

Martin Uebelhart, Personalberater, Publizist
Stiftungsrat Mösli

Basil Dietlicher, Soziokultureller Animator
Stiftungsrat Mösli, Vorstand ProRoteFalken

Für das Kulinarische sorgt der Vorstand von ProRoteFalken. Wer noch verweilen möchte: Für Selbstmitgebrachtes steht abends der Grill zur Verfügung.

Bildungsveranstaltung 2014

Umgang mit straffälligen Jugendlichen:
Wegsperren oder Resozialisieren?

Samstag, den 21. Juni 2014
(ab 10.00 h Kaffee) 11.00 – 17.30 h

Bitte Anmelden!

Anmeldeformular: Veranstaltung liegt in der Vergangenheit

Anreise:
ÖV mit Luftseilbahn Adliswil-Felsenegg.
Bus 235 ab Zürich Wiedikon/Triemli bis Gamlikon.
Für Anreise mit Auto: Parkplatz Buchenegg.
Die Fusswege (je ca. 25 Min.) sind ausgeschildert.
Zufahrt zum Mösli nur mit Ausnahmebewilligung.

PDF-Auschreibung Bildungsveranstaltung 2014


Der Bildungstag 2013 war der Fremdplatzierung von Kindern gewidmet. Dieses Jahr geht es um den Umgang mit straffälligen Jugendlichen.

Im schweizerischen Jugendstrafrecht wird dem Schutz und der Erziehung eine höhere Bedeutung zugeschrieben als der Strafe. Diese junge Errungenschaft wird durch den Ruf nach härteren Strafen bedroht. Wenn die Taten gravierender oder häufiger werden, hat das mit gesellschaftlichen Veränderungen zu tun.

Der Psychoanalytiker und Gesellschaftskritiker Prof. Dr. Arno Gruen hat sich mit gesellschaftlichen Bedingungen befasst, die den Verlust von Empathie befördern. Erst wenn eigene schmerzliche Gefühle wie Trauer und Angst zugelassen werden dürfen, können Mitgefühl und Anteilnahme entstehen. Ursicin Poltera, der neue Leiter des Massnahmenzentrums Arxhof zeigt auf, wie Haltungs- und Verhaltensänderungen angeregt und begleitet werden können, wie ein Integrationsprozess in Gang gesetzt wird und wie verurteilte junge Männer lernen, Verantwortung zu übernehmen.

Die Tagung richtet sich an Personen, die in der Praxis oder wissenschaftlich in diesen Bereichen arbeiten und an weitere Interessierte. Es ist viel Raum für Diskussionen und für einen Gedankenund Erfahrungsaustausch vorgesehen.

Wir hoffen auf ebenso viele interessierte Teilnehmende wie letztes Jahr und freuen uns auf anregende Diskussionen.

Tagungsleitung:
Barbara Hobi, lic phil I, Supervisorin,
Vizepräsidentin Stiftung Kinderfreundeheim Mösli
Vorstand Freundeskreis Mösli

Martin Uebelhart, Personalberater, Publizist
Stiftungsrat Mösli

Basil Dietlicher, Soziokultureller Animator
Stiftungsrat Mösli, Vorstand ProRoteFalken

Für das Kulinarische sorgt der Vorstand von ProRoteFalken. Wer noch verweilen möchte: Für Selbstmitgebrachtes steht abends der Grill zur Verfügung.

Anmeldung Bildungsveranstaltung

«Wa(h)re Flüchtlinge» Eine kritische Auseinandersetzung mit der aktuellen Migrationspolitik.

Samstag, den 27. Juni 2020
(ab 10.00 h Kaffee) 11.00 – 17.00 h

Ihr Name (Pflichtfeld)

Ihre E-Mail-Adresse (Pflichtfeld)

Ihre Postadresse (Pflichtfeld)

Ihre Telefonnummer(Pflichtfeld)

Kommentar / Frage

Bildungsveranstaltung 2013

Fremdplatzierung zum Wohle des Kindes
– gestern und heute

Samstag, den 22. Juni 2013
(ab 10.00 h Kaffee) 11.00 – 17.30 h

Bitte Anmelden!

Anmeldeformular: Veranstaltung liegt in der Vergangenheit

Anreise:
ÖV mit Luftseilbahn Adliswil-Felsenegg.
Bus 235 ab Zürich Wiedikon/Triemli bis Gamlikon.
Bus 237 ab Bahnhof Birmensdorf ZH bis Gamlikon.
Für Anreise mit Auto: Parkplatz Buchenegg.
Die Fusswege (je ca. 25 Min.) sind ausgeschildert.
Zufahrt zum Mösli nur mit Ausnahmebewilligung.

Wir bieten in Zürich einen Treffpunkt an, um
gemeinsam mit ÖV zum Mösli zu fahren/zu spazieren.
Weitere Informationen folgen nach Anmeldung

Tagungsausschreibung als PDF


Der Historiker Thomas Huonker hat sich einen Namen gemacht mit seinen Forschungen zur Geschichte der Jenischen. Sie waren in besonderem Mass von Zwangsmassnahmen im Fürsorgebereich betroffen. Weitere Aufträge brachten ihm Akteneinsicht in psychiatrischen Kliniken und in Heimen. Er wird einen Einblick in die historischen Praktiken des Eingreifens gewähren.

Erwin Marti, Historiker, Heilpädagoge, Mitherausgeber (mit Fredi Lerch) der Loosli-Werkausgabe und Loosli-Biograph, stellt mit Carl Albert Loosli (1877–1959) einen Betroffenen vor, der als früher Kritiker von „Administrativjustiz“ und des Anstalts- und Verdingkindwesens wesentliche Anstösse für Reformen gab (www.carl-albert-loosli.ch).

Früher wie heute stammen Kinder, die fremdplatziert werden, vorwiegend aus armen Verhältnissen. Dieser Umstand verweist darauf, dass nicht alleine individuelle Problemlagen, sondern gesellschaftliche Strukturen und Machtverhältnisse einen nicht zu unterschätzenden Einfluss haben. Der Sozialwissenschafter Tobias Studer, der zusammen mit Bettina
Hünersdorf die Expertise zur Qualitätsentwicklung in der Kinder- und Jugendhilfe in Luxemburg geschrieben und die Evaluation der „Fachstelle Pflegekinder Region Ost des Kantons Zürich“ geleitet hat, nimmt aktuelle Perspektiven auf Familie und Staat kritisch
in den Blick.

Die Tagung richtet sich an Menschen, die in der Praxis oder wissenschaftlich mit dem Thema beschäftigt sind sowie an Betroffene und Interessierte. Wir freuen uns auf einen regen Gedanken- und Erfahrungsaustausch.

Tagungsleitung:
Barbara Hobi, lic phil I, Supervisorin,
Vorstandsmitglied Freundeskreis Mösli

Martin Uebelhart, Co-Präsident
Stiftung Kinderfreundeheim Mösli

Basil Dietlicher, Soziokultureller Animator
Vorstandsmitglied ProRoteFalken Zürich

Für das Kulinarische sorgt der Vorstand von Pro Rote Falken. Wer noch verweilen möchte: Für Selbstmitgebrachtes steht abends der Grill zur Verfügung.